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Mo 23.12.2002
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Neurobiologe darf embryonale Stammzellen aus Israel einführen:Reparaturen von Defekten im Nervensystem?Berlin - Das Robert-Koch-Institut in Berlin hat nach eigenen Angaben zum ersten Mal die Einfuhr von embryonalen Stammzellen nach Deutschland erlaubt. Die Zellen stammen aus Israel. "Wir möchten prüfen, ob diese Zellen langfristig für die Reparaturen von Defekten im Nervensystem in Frage kommen", sagte der Neurobiologe Oliver Brüstle, der die Einfuhr beantragt hatte, am Montag. Den Angaben des Forschers von der Universität Bonn zufolge soll in den kommenden Monaten versucht werden, Verfahren an menschlichen Zellen umzusetzen, die bereits an Mauszellen erprobt wurden. "Mehrere Jahre Arbeit" Brüstle schränkte jedoch ein, dass mit der Verfügbarkeit dieser Zellen noch keine Therapien zur Verfügung ständen: "Es sind mehrere Jahre intensiver Arbeit erforderlich, um zu prüfen, für welche Bereiche die Zellen langfristig eingesetzt werden können." Brüstle hatte nach Angaben des Robert-Koch-Instituts als erster Forscher in Deutschland einen Genehmigungsantrag gestellt. Dieser wurde zuerst von einer Ethik-Kommission geprüft, die mit fünf Naturwissenschaftlern und vier Ethik-Experten besetzt ist. "Die Kommission gab ein ein positives Votum ab, das die Grundlage für unsere Prüfung war", sagte Günther Dettweiler, Sprecher des Robert-Koch-Institus, am Montag. Der erste genehmigte Antrag habe "natürlich eine gewisse Bedeutung", sagte Dettweiler. Dem Institut lägen drei weitere Genehmigungsanträge zur Prüfung vor. Keine Embryonen-Zucht für Forschungszwecke In Deutschland ist nur die Forschung an Stammzellen aus Zellkulturen erlaubt, die vor dem 1. Januar 2002 im Ausland erzeugt wurden. Damit soll verhindert werden, dass die Embryonen extra für Forschungszwecke hergestellt werden. Das Robert-Koch-Institut muss die Einfuhr der Stammzellen genehmigen. Reuters - Archivfoto: dpa |
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Zuletzt geändert am 23. Dezember 2002 15:33 von aj |
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